» Archiv

20.03.2009
Wir über uns

Geschichte des RSC

Im Nebel der Donauauen, auf den zugefrorenen Nebenarmen des Flusses, liegen die Anfänge des Roll- und Schlittschuhclubs Pillnach. Dort fanden sich Anfang der 80-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts einige junge Anhänger des Eishockey-Sports und gründeten eine Hobbymannschaft. Nachdem im Winter 1982 einige Spiele, unter anderem zwei Begegnungen gegen den SC Rain, ausgetragen worden waren, wollten die RSC-ler den Komfort eines geschlossenen Stadions kennen lernen. Daher fiel die Entscheidung, dass das Straubinger Eisstadion zur „Bärenhöhle“ wird. 1982 erfolgte die Gründung des Roll- und Schlittschuhclubs und im Frühjahr 1983 wurde der Verein ins Vereinsregister des Amtsgerichts Straubing aufgenommen.

 

Pillnach ist ein Dorf im Niederbayrischen Landkreis Straubing-Bogen, Gemeinde Kirchroth. Doch im Laufe der Jahre kamen immer mehr Mitglieder, die nicht aus dem Dorf am Fuße des Bayerischen Waldes stammen, hinzu. Mittlerweile umfasst der Kader Spieler aus dem gesamten Gäuboden. Mittelpunkt des Vereinsgeschehens war und ist aber Straubing, die Stadt an der Donau.

 

Seit Gründung der Eishockey Kreisliga Straubing, einer vom Bayrischen Eissportverband geduldeten Hobbyliga, im Jahre 1983 mit Teams aus der Region Straubing, nimmt der RSC mit wechselndem Erfolg daran teil. Bislang konnten die Eisbären fünfmal (1997, 2002, 2005, 2008, 2010) den Titel feiern. Ab Beginn der Saison 94/95 wird sogar mit zwei Mannschaften gespielt. Dadurch soll jedem, der Interesse am Eishockey-Sport zeigt, die Möglichkeit gegeben werden, an einem geregelten Spielbetrieb teil zunehmen. Dafür spricht auch die Gründung einer Damenmannschaft, die mehrere Jahre existierte. Jedoch musste das Team aufgrund von mangelnden Trainingsmöglichkeiten wieder vom Spielbetrieb (Bayernweite Hobbyrunde für Damenmannschaften) zurückgezogen werden.

 

Die Grundphilosophie des RSC widerspiegelt sich im Motto des Clubs: „Uns is nix z´bläd!“. Neben dem Spielbetrieb in der Hobbyliga und etlichen Freundschaftsspielen organisiert der RSC jährlich das „Drei-Königs-Turnier“ in Vilshofen, den Saison-Start-Pokal in Straubing und in regelmäßigen Abständen international besetzte Turniere (z.B. das Sylvesterturnier zur Jahrhundertwende „Ei-Go-Ei 99/00“ mit dem HC Great Jämsä aus Finnland, das 1. Internationale Hobby-Eishockey-Turnier im März 1997 mit 12 Mannschaften u. a. mit der Werksmannschaft der Budweiser Brauerei aus der Tschechischen Republik, das 3. Internationale Hobby-Eishockey-Turnier mit der italienischen Universitätsmannschaft CUS Milano Hockey oder den „Peaches-Cup 2004“ mit Beta Radio Prievidza aus der Slowakei). Des Weiteren nimmt der RSC regelmäßig an Turnieren in der Tschechischen Republik und im gesamten Bundesgebiet von Wilhelmshaven bis Füssen teil.

 

Der bisherige Höhepunkt der Vereinsgeschichte war das 15-jährige Jubiläum des Clubs am 17. März 1997, als der RSC ein Ehemaligenspiel zwischen Straubing und Deggendorf mit rund 4.000 Besuchern, organisiert hatte. Fünf Jahre später wurde der runde Geburtstag des RSC mit einem zweitägigen Acht-Nationen-Turnier in Straubing gefeiert. Ihre Glückwünsche in Form der Turnierteilnahme überbrachten Mitte März 2003: HC Meudon Veterans (Frankreich), EC Total Vital Wels (Österreich), TJ Susice Oldstars (Tschechische Republik), HC Great Jämsä (Finnland), Nationwide Knights Swindon (England), CUS Milano Hockey (Italien) und HC Muppet Boilers Zürich (Schweiz).

 

Im März 2003 folgte ein weiteres Highlight für den RSC. Die Eisbären zog es nach Skandinavien. Auf Einladung unserer finnischen Freunde aus Jämsa machte man sich auf den Weg in den hohen Norden. Allein schon die Anreise war, selbst für erfahrene RSC´ler, sensationell. Bis Rostock mit dem Bus. Danach 22 Stunden bis Hanko auf der Fähre durch die Ostsee. Anschließend noch mal vier Stunden mit dem Bus nach Jämsä. Sportlich war die Reise weniger berauschend, nur ein Sieg in vier Spielen. „Kulturell“ war man dagegen mit den Gastgebern  auf  Augenhöhe (Playersparty, Kabinenfest, Saunaparty).  Zu sehen gab es natürlich auch Einiges. Man besuchte die Sportstadt Jyväskylä mit seinen zahlreichen Eishallen, war zu Gast in Himos, dem größten Wintersportzentrum der Region und begab sich auf Shoppingtour nach Helsinki wo man natürlich auch die Hartwall Arena besuchte.

 

In den folgenden Jahren wurden das 6. und 7. Internationale Turnier des RSC ausgerichtet. Dazwischen gab es Teilnahmen an weiteren Hobby-Turnieren im In- und Ausland. Die Veranstaltungen in Füssen, Vilshofen, Susice, Deggendorf, Passau, Pisek oder auch Ruhpolding standen immer im Zeichen unseres Mottos. Im Sommer 2006 durften die Eisbären zwei Premieren gleichzeitig feiern. Es stand das erste Turnier in der Slowakei auf dem Programm und es fand, für unsere Verhältnisse höchst ungewöhnlich, im Sommer statt. Im Juni machte man sich auf den Weg in das sieben Stunden entfernte Prievidza.

 

Exakt 137 Eishockeyspieler aus 7 Nationen, mitsamt ihren Trainern, Betreuern und Fans waren vom 23. bis 25. März 2007 in Straubing zu Gast. Das 8. internationale Eishockeyturnier der Eisbären und die, im ausgebuchten Fanhaus der Straubing Tigers, stattgefundene Playersparty bleiben für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden die eingeladen Mannschaften (Ranzinger Devils –Deutschland, CUS Milano Hockey – Italien, Bytos Prievidza – Slowakei, HC U Blahovka Brno - Tschechien, HC Great Jämsä – Finnland, HC Muppet Boilers Zürich – Schweiz, Nationwide Knights Swindon – England) mit denen uns eine lange Freundschaft verbindet so wie die langjährigen Mitglieder des RSC ausgezeichnet. Eine besondere Auszeichnung erhielt Gründungsvorstand Erich Schuster. Er wurde zum Ehrenvorstand ernannt.

 

Die Premieren für die Eisbären fanden im Sommer 2007 ihre Fortsetzung. Eine Einladung zum 10jährigen Gründungsfest der Nationwide Knights aus Swindon in Südengland machte es möglich. Zum ersten mal startete man zu einem Turnier auf die britische Insel und das, entgegen aller RSC Gepflogenheiten, mit dem Flugzeug. Verstärkt mit einigen Spielern aus Jämsä konnte der „HC Great Pillnach“ völlig überraschend das Turnier gewinnen.

 

Eine weitere Neuheit gab es zu Beginn der Saison 07/08. Die EHKL Straubing rief den sogenannten Ligapokal in Leben, der vor jeder Saison in Turnierform ausgespielt werden soll. Teilnahmeberechtigt sind hierbei alle Kreisligamannschaften. Durch den im Sommer 2008, durch einen Brand, entstandenen Schaden im Straubinger Eisstadion, musste das Pokalturnier bereits im zweiten Jahr eine Pause einlegen. Der RSC konnte den Ligenpokal bisher 3 mal (2007, 2009, 2010)  gewinnen.

 

Im Frühjahr 2008 war es soweit. Die Inlinehockey-Abteilung wurde gegründet. Der RSC kehrt also zu seinen Wurzeln (Rollen) zurück. Vor über 20 Jahren wurde aus Mangel an zugefrorenen Gewässern und zu wenig Eiszeiten auf Kunsteis fast ausschließlich auf Asphalt und zwar mit den guten, alten Rollschuhen trainiert. Neben Freundschaftsspielen nimmt der RSC, seit Gründung der Abteilung, am „Summer Jam“ (Inlinehockey Turnier über 5 Wochenenden) des EV Regensburg teil.

 

Es folgen wieder jede Menge Turniere in Füssen (20. IHHC), Prievidza (2. Sommerturnier), Deggendorf (20 Jahre Ranzinger Devils), Solingen (Nachtturnier) und Znojmo (1. Platz). Auch unsere zweite Finnlandreise stand an. Der HC Great Jämsä feierte 10 jähriges Bestehen und wir wollten unbedingt dabei sein. So machte sich ein Tross von über 20 Eisbären per Flugzeug auf den weg nach Skandinavien. Bei den mehrtägigen Feierlichkeiten  in Jämsä wurde unter anderem auch eine offizielle Partnerschaft zwischen beiden Vereinen beschlossen.

 

Es gab wieder was zu feiern. Im Spätsommer 2009 veranstaltete der RSC  sein 9. Internationale Eishockey Turnier. Grund war der 15. Geburtstag der Zweiten Mannschaft. Teilnehmer neben den beiden Teams des RSC waren EC Wallernhausen (Hessen), Westminster Statesmen London (England), HC Rakon Domazlice (Tschechien) und die Wuidn Andn Adlkofen. Traditionell durfte bei der Veranstaltung natürlich die Playersparty nicht fehlen. Bei dieser wurde das All Time All Star Team der Zweiten ausgezeichnet und als Höhepunkt des Abends wurde unser Vorsitzender (Gerd Pfeilschifter) in einer sehenswürdigen Zeremonie zum König gekrönt.

 

Nach weiteren Turnieren in Füssen (IHHC), Prievidza (Neujahrsturnier) und Deggendorf (Ranzinger Hockey Turnier) folgte das Highlight der Saison 2009 /10. Die bereits lang geplante Reise nach Kanada, mit einem Abstecher in die USA, stand an. Insgesamt 28 Eisbären machten sich auf den Weg und bestritten in 16 Tagen 7 Spiele in Toronto, Brandfort, Buffalo und Calgary. Neben den eigenen Spielen war jede Menge weiterer Sport angesagt. Eishockey (NHL in Toronto, Buffalo, Calgary – AHL in Hamilton – Hobby-Eishockey der Stadtliga Toronto Nord), Basketball (NBA), Lacross (NLL) und Curling (Calgary Curling Club) standen auf dem Programm. Einer der Höhepunkte der Reise waren sicherlich die Tage in Alberta wo wir von den Brüdern Bob und Robin Laycock begleitet wurden. Auch die Tagesausflüge wie z. B. zu den Niagarafällen und in die Rocky Mountains (Banff) waren tolle Erlebnisse. Das Highlight jedoch war der Besuch von Walter Gretzky (Vater von „The Great One“) der uns völlig überraschend in Brandfort in der Kabine besuchte. Sein überaus sympathisches Auftreten und seine Anecktoden aus dem Leben der Gretzkys und der Welt des Eishockeys bleiben für alle unvergessen.

 

Endlich geschafft! Im 17. Anlauf gewann der RSC zum ersten mal den IHHC (Internationalen Hoppe Hobby Cup) in Füssen. Damit konnten sich die Eisbären als erste niederbayerische Mannschaft auf dem seit 1989 ausgetragenem Pokal verewigen. Für den RSC ist der Gewinn des „Alpen Stanley Cups“ , neben den Meistertiteln der EHKL Straubing, der größte sportliche Erfolg seit Bestehen des Vereins. Auf neues Terrain begab man sich 2011 bei der Polen-Challenge (Serie von Freundschaftsspielen in Bytom, Oswiecim, Tychy und Katowice) und dem ersten Turnier in Italien (7. Seab´r Cup - Kaltern).

 

Es folgten, nach der Vizemeisterschaft in der EHKL Straubing, Turniere in Deggendorf, Füssen, Znojmo und Regen. Eine besondere Herausforderung stand zu Beginn der Saison 2011 /12 an. Eine Reise zu unserem ersten Turnier auf ungarischen Boden bzw. Eis, in Budapest, war angesagt. 25 Eisbären machten sich mit dem Zug (ICE) auf den Weg in die Hauptstadt der Magyaren. Sportlich war dieser 5-Tage-Ausflug sehr erfolgreich. Man belegte hinter dem Team „Swiss Selects“ , eine Truppe aus ehemaligen Spielern der NLA und NLB , einen guten 2. Platz.

 

 

April 2012

 

Spiele

Vereine

Nationen

859

220

14

 

 

 

 

 

 
 
zurück
Logo alt
Logo älter
Uns is nix